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Kräuterkunde für Anfänger

von Hanna Armstrong


 

Inhaltsverzeichniss


  1. Allgemeines über Kräuterkunde
    a. Kräuterkunde im Mittelalter
  2. Magische Kräuter
    a.) Alraune
    b.) Baldrian

  3. Aufbau der Pflanzen
  4. Heilpflanzen
    a. Inhaltsstoffe
    b. Verarbeitung
    c. Sammeln

 

 



Kapitel 1.
Allgemeines über Kräuterkunde.


 

Kräuter werden schon seit anbeginn der Welt für verschiedenste zwecke verwendet.
In der Kräuterkunde treffen verschiedene Disziplinen mit naturwissenschaftlichen Hintergrund aufeinander: einmal die Pflanzenkund, die Heilkunde und die Kunde der Ritualle.

Vielen Pflanzen wohnt eine heilende Wirkung inne – darauf basiert das Wissen der Kräuterkunde. Heute gehen wir davon aus, dass Menschen Heilpflanzen schon weit vor dem Altertum wegen ihrer heilenden Wirkung für sich zu nutzen wussten. Somit zählt die Kräuterkunde zu den ältesten medizinischen Therapien – verwendet auf allen Kontinenten und von allen Kulturen.

Dank altertümlicher Schriften lässt sich der Einsatz der Kräuterkunde und gezielte Anbau von Kräutern in frühster Menschheitsgeschichte datieren. Spätestens aus der Antike sind zahlreiche Schriften überliefert: Im alten Rom versuchten die Gladiatoren mit aus Dill gewonnenem Öl, den Schmerzen bei den Kämpfen vorzubeugen.

In späteren Jahrhunderten waren die Erkenntnisse der Kräuterkunde immer noch weit verbreitet.  

 

Kräuterkunde im Mittelalter.

Das Mittelalter war ein Zeitabschnitt, der vorwiegend in der Menschenwelt als „dunkel Zeit“ beschrieben wird. Doch es gibt auch viele wichtige Erkenntnisse aus dieser Zeit. Dies ist unter anderem das vielfältige Wissen der Verwendung von heilenden Pflanzen. Auch wenn die Heilpflanzen lange Zeit in Vergessenheit gerieten, erleben sie derzeit wieder ein Comeback der besonderen Art.


Das Wissen zur Kräuterkunde war im Mittelalter fast ausschließliche in Klöstern zugänglich. Dies lag hauptsächlich daran, dass viele Wesen der Anderswelt zu dieser Zeit unterschlupf in Klöstern suchten, und diese ihr wissen dort in Bücher niederschrieben.
Der Schwerpunkt lag bei Heilpflanzen.



 

Kapitel 2.
Magische Kräuter.


 ALRAUNE


Die Alraune ist die Zauberpflanze der Antike und des Mittelalters. Um das giftige Nachtschattengewächs ranken sich zahlreiche Mythen.
Wuchertyp - Staude
Blütenfarbe - Violett
Blütezeit - April bis Mai

Lebensraum
Die Alraune (Mandragora officinarum), auch Gemeine Alraune genannt, ist eine ausdauernde, krautige Pflanze. Sie trägt auch zahlreiche volkstümliche Namen wie Erdmännchen, Galgenmännchen oder Hexenkraut. Die Pflanzengattung der Alraune gehört in die Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Alraunen wachsen bevorzugt in der Menschenwelt - im Süden Europas auf Ödland und in Olivenhainen mit eher sandigem Boden.
Neben der eigentlichen Art mit Blütezeit im Frühling gibt es noch die Herbst-Alraune (Mandrago offizinarum var. autumnalis), eine Unterart, die erst im Oktober blüht und winterhärter ist als die Art selber. Die Alraune hat als Heil- und Zauberpflanze eine Jahrtausende alte Historie. Sie ist sehr giftig und der Verzehr ruft ähnliche Symptome hervor wie der des verwandten Bilsenkrautes oder der Tollkirsche bis hin zu einer tödlichen Atemlähmung.

 

Vermehrung und Ausbreitung der Alraune
Die Alraune vermehrt sich durch die Aussaat. Ihre saftigen Beerenfrüchte enthalten zahlreiche Samen.
Diese brauchen einen Kältereiz, um zum Keimen zu kommen.

Wuchs
Die Alraune bildet eine mehr oder weniger flache Blattrosette mit einem Durchmesser von bis zu 90 Zentimetern. Das Markante an der Mandragora befindet sich aber unter der Erde: die gelbliche, bis zu 60 Zentimeter lange und verzweigte Alraunenwurzel. Sie dient als Überdauerungsorgan und kann auch längere Trockenzeiten gut überstehen. Blühend erreicht die Pflanze eine Höhe von etwa 20 Zentimetern. Die sehr variable, oft menschenähnliche, Form der Wurzel hat die Fantasie der Menschen schon im Altertum stark angeregt und die Inhaltsstoffe der Alraunenwurzeln fanden vielfältige Anwendung.

Vermehrung und Ausbreitung der Alraune
Die Alraune vermehrt sich durch die Aussaat. Ihre saftigen Beerenfrüchte enthalten zahlreiche Samen. Diese brauchen einen Kältereiz, um zum Keimen zu kommen.

Wuchs
Die Alraune bildet eine mehr oder weniger flache Blattrosette mit einem Durchmesser von bis zu 90 Zentimetern. Das Markante an der Mandragora befindet sich aber unter der Erde: die gelbliche, bis zu 60 Zentimeter lange und verzweigte Alraunenwurzel. Sie dient als Überdauerungsorgan und kann auch längere Trockenzeiten gut überstehen. Blühend erreicht die Pflanze eine Höhe von etwa 20 Zentimetern. Die sehr variable, oft menschenähnliche, Form der Wurzel hat die Fantasie der Menschen schon im Altertum stark angeregt und die Inhaltsstoffe der Alraunenwurzeln fanden vielfältige Anwendung.

Blätter
Die Blätter der Alraune stehen in einer ausgebreiteten Blattrosette. Sie sind variabel in Form und Größe, meist aber länglich-eiförmig. Die Blätter können bis zu 45 Zentimeter lang werden und sind gestielt. Der Blattrand der dunkelgrünen Blätter ist gewellt und die Blattstruktur runzelig und teilweise behaart.

Blüten
Die hellen oder violetten, kelchförmigen Blüten der Alraune stehen einzeln in den Blattachseln im Zentrum der Pflanze. Sie können bis zu 15 Zentimeter lange Stiele haben. Die fünf Kronblätter sind im unteren Bereich miteinander verwachsen und am oberen Ende zugespitzt. Die Blüten haben fünf helle Staubblätter und einen Fruchtknoten mit einem Griffel, der die Staubblätter in der Länge etwas überragt. Um die Blütenkrone herum gibt es einen grünen Kelch aus fünf bis etwa zur Hälfte verwachsenen Kelchblättern. Entfernt erinnert eine blühende Alraune an eine Enzianpflanze. Die Blütezeit der Pflanze ist im April und Mai.

Verwendung als Heilpflanze
Schon im Altertum war die Alraune sowohl Heil- als auch Zauberpflanze bekannt und es ranken sich unzählige Mythen um das magische Nachtschattengewächs. Schon allein das Ausreißen beziehungsweise Ernten der wundersamen Wurzel war mit besonderen Zeremonien verbunden, um deren Zauberkraft zu aktivieren. Im Mittelalter wurde auch häufig etwas nachgeholfen, um den Alraunenwurzeln das gewünschte Aussehen zu geben oder gleich andere Pflanzenwurzeln für teures Geld als Alraunen verkauft. Die Wurzel der Mandragora wurde zur inneren Anwendung kleingeschnitten, in Wein aufgekocht und der Sud dann getrunken. Dieser hatte eine schmerzstillende und betäubende Wirkung. Man sagte der Alraune auch eine aphrodisierende Wirkung nach, sie galt als Glücksbringer und war Bestandteil von sogenannten Hexensalben. Mandragora officinarum ist stark giftig und kann zu gefährlichen Rauschzuständen führen, die bis zum Tod führen können. Bei den giftigen Inhaltsstoffen handelt es sich um Alkaloide wie Atropin, Hyoscaymin oder Scopolamin. Die Inhaltsstoffe der Pflanze werden heutzutage nur noch in homöopathischer Verdünnung verwendet. Sie sollen dann unter anderem schlaffördernd und schmerzstillend wirken und gegen Menstruationsbeschwerden helfen.

 

BALDRIAN

Der Echte Baldrian wird wegen der beruhigenden und schlaffördernden Wirkung seiner Wurzeln seit jeher geschätzt. So gelingt der Anbau im eigenen Garten.